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Fragen an einen Europaabgeordneten

15.09.2017
Frederike-Sophie Gronde-Brunner
Helmut Scholz im Gespräch mit SchülerInnen

Am 12. September 2017 besuchte Helmut Scholz die Regionale Schule „Adolph Diesterweg“ in Stralsund, eine von 27 Europaschulen in Mecklenburg-Vorpommern, dessen schulisches Profil europaorientiert ausgerichtet ist.

Mit ca. 40 interessierten SchülerInnen der Klassenstufe 10 diskutierte Helmut Scholz über die Europäische Union. Nach einigen einleitenden Worten zu seinem doch sehr zeitintensiven Arbeitsalltag wurde auch gleich die erste Frage gestellt, ob der Europaabgeordnete überhaupt ein Privatleben habe. Auf Grund des hohen Arbeitspensums sei dies natürlich oft schwierig zu bewerkstelligen, zumal er insbesondere auf Grund seiner Mitgliedschaft im Ausschuss für Internationalen Handel häufig im Ausland unterwegs sei – neben den zahlreichen Sitzungen in Brüssel und Straßburg sowie seiner Präsenz in seinen Wahlkreisen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Des Weiteren interessierte die SchülerInnen auch, in welcher Sprache sich die Abgeordneten der 28 Mitgliedstaaten verständigten und wie der Umgang unter den Abgeordneten verschiedener Fraktionen sei. Dieser sei sehr kollegial. Das Abgeordnetenstatut sichere die Rechte der Abgeordneten, jedoch gelte der Schutz der Immunität nicht bedingungslos. Fehltritte wie beispielsweise rassistische Äußerungen würden geahndet.

Ganz konkret fragten die SchülerInnen auch nach dem Brexit und der Zukunft der EU nach dem Austritt Großbritanniens. Bisher sei insbesondere noch die Rentenfrage ungeklärt von denjenigen EU-BürgerInnen, die derzeit im Vereinigten Königreich arbeiten, sowie die Frage, ob junge Menschen aus ganz Europa weiterhin dort studieren könnten. Ein weiterer kritischer Punkt sei die Freizügigkeit, da Großbritannien daran festhält, Menschen anderer europäischer Staaten nicht im Land haben zu wollen. Aber auch für die anderen 27 Mitgliedstaaten werde dies vor Ort Folgen haben. So zum Beispiel für deutsche Unternehmen, dessen britische ArbeitnehmerInnen nach dem Austritt zurück in ihre Heimat müssten, wenn Großbritannien an der Einschränkung der Freizügigkeit festhalte.

Ob der Brexit noch abwendbar sei? Vielmehr stelle sich die Frage nach einem weichen oder harten Brexit, so Helmut Scholz, also ob das Vereinigte Königreich Teil des Europäischen Wirtschaftsraums bleiben werde oder nicht.

Abschließend kam die Frage auf, was man studiert haben müsse, um Europaabgeordneter zu werden. Die Politik müsse definitiv offen sein für alle, so Scholz! Auch als HandwerkerIn oder PflegerIn könne man Abgeordneter werden, sofern die entsprechende Partei einen für die Wahl aufstelle. Aber natürlich sei es nicht verkehrt, Politik zu studieren, da man sich den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftige als politischen Themenkomplexen.

Eine nicht ganz unwichtige Frage, so kurz vor der Entscheidung über das eigene zukünftige Berufsleben!

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